Altöttinger Liebfrauenbote

9. Reiterwallfahrt Peiting-München

Mit Kreuz und Rössern

Kapuzinerpater Ludwig Wörle und Vortragskreuzträger Franz Scherer mussten bei der Pilgereinbegleitung am Sonntag, 25. August um die Mittagszeit eine flottere "Gangart" wählen als gewohnt. Denn es hieß, die 9. Reiterwallfahrt aus Peiting/München mit 22 Teilnehmern aus ganz Bayern und darüber hinaus zum Kapellplatz und um die Gnadenkapelle anzuführen.

Pater Ludwig segnet Ross und Reiter.
P. Ludwig segnet Ross und Reiter.

An der Spitze, hoch zu Roß, auf Achal-Tekkiner "Dzuzi" hielt Franz Bosch aus Ulm das mitgeführte Pilgerkreuz erhoben. Drei Tage lang, von Freitag, 23. August bis Sonntag, 25. August war die berittene Pilgerschar, auf ihren edlen Tieren wie Araber, Achal-Tekkinern, Süddeutschen Kaltblütern, Warmblütern, Criollos und Trabern unterwegs, wieder hervorragend organisiert von Georg Kirchbichler aus Peiting (Bild unten). Dem Kreuz folgten sie zum Wallfahrtsort Unserer Lieben Frau. Und was sich für eine echte Wallfahrt gehört, begann jeder Tag vor Abritt mit einem Morgenlob, vorgebetet von Franz Bosch.

Mit dem Wetter hatten die Reiter nur zwei Tage lang Glück. Der Sonntag zeigte sich nach dem Aufbruch von Taufkirchen von seiner ungemütlichen, regenreichen Seite. Aber, wie die Reiterschaft einmütig erklärte, habe der Regen den Rössern nicht geschadet, und für die Reiter gilt es eben den richtigen Regenschutz anzulegen.

Als Kapuzinerpater Ludwig nach einer kurzen Andacht und einem Bittgebet mit Anrufung der heiligen Tierpatrone um Fürbitte und Schutz vor Seuchen und Gefahren die Rösser und Reiter auf dem Kapellplatz segnete und kräftig mit Weihwasser besprengte, da machte der eine oder andere tierische "Pilger" einen Sprung zur Seite, denn eine nochmalige "Einwässerung", wenn auch mit geweihtem Wasser, sorgte nicht für große Begeisterung. Zum gemütlichen Teil mit Rast und Mahlzeit für Roß und Reiter ging es im Anschluss zum Bauernhof von Konrad Anzenberger mit angrenzender Wiese am Gries. Unter den ehemaligen Stallungen fanden die Reiter Schutz vor Regen und beim selbstgekochten Mittagessen klang der Pilgerritt aus. Mit dem Pferdeanhänger transportieren sie die Tiere wieder gen Heimat. Die Wallfahrtsteilnehmer kommen übrigens bis aus dem Westerwald nach Peiting angereist. U.a. war Bernd Hölper auf Warmblut "Benny" zum 7. Mal dabei.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Impressionen

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