Altöttinger Liebfrauenbote

53. Hallertauer Fußwallfahrt mit über 1.500 Teilnehmern

Mit Laptop und Rosenkranz

1.525 Pilger aus der Hallertau sind am 6. Oktober nach dreitägigem Fußmarsch in Altötting angekommen – erschöpft, aber auch "glücklich und zufrieden", wie Pilgerleiter Ludwig Hierl resümierte.

Kapelladministrator Prälat Ludwig Limbrunner und Wallfahrtskustos Kapuzinerpater Br. Andreas Kaiser begrüßten die Pilger, darunter auch Pilgerleiter Ludwig Hierl.
Kapelladministrator Prälat Ludwig Limbrunner (M.) und Wallfahrtskustos Kapuzinerpater Br. Andreas Kaiser (l.) begrüßten die Pilger, darunter auch Pilgerleiter Ludwig Hierl (r.).

Und wieder Glück mit dem Wetter: Als am 6. Oktober die letzte große Wallfahrtsgruppe aus der Hallertau in Altötting einzog, lachte die Sonne und sorgte so für einen gelungenen Abschluss der Pilgersaison im Kirchenzelt, das demnächst abgebaut wird – die Wallfahrer konnten sich nach dreitägigem Fußmarsch bei oft nasskaltem Wetter so auch im Klostergarten und am Vorplatz der wegen Sanierungsarbeiten geschlossenen St. Anna-Basilika ein wenig ausruhen.

Pilgerleiter Ludwig Hierl zog ein positives Resümee der 53. Hallertauer Fußwallfahrt – es habe keine größeren Unfälle gegeben, alle Teilnehmer seien heil angekommen. Kapelladministrator Prälat Ludwig Limmbrunner und Wallfahrtskustos Kapuzinerpater Br. Andreas Kaiser dankten den Pilgern für ihr "gewaltiges Glaubenszeugnis". "Ihr seid wirklich spitze", sagte Br. Andreas mit Verweis auf ein Transparent.

Tradition bewahren

Pilgerjubilare mit dem Original Hallertauer Hopfenkreuz: Vortragskreuzträger Konrad Frank war zum 30. Mal dabei und Elfriede Hollerauer war zum 33. Mal mit den Hallertauern in Altötting.
Pilgerjubilare mit dem Original Hallertauer Hopfenkreuz: Vortragskreuzträger Konrad Frank war zum 30. Mal dabei und Elfriede Hollerauer war zum 33. Mal mit den Hallertauern in Altötting.

Für eine Fortführung der Tradition der "Wallfahrt als auf den Weg geschickter Glaube" warb Hauptzelebrant Pfr. Johann Braun in seiner Predigt. Er betonte die Bedeutung einer "gesunden Marienverehrung" und warnte sowohl davor, alles Althergebrachte über Bord zu werfen, als auch davor, starr stehenzubleiben. Es habe viele Veränderungen gegeben in den vergangenen Jahren, doch der Kern sei "unverkennbar geblieben". Zu diesem Kern gehörten der Dank und die Bitte an die Gottesmutter in der Gnadenkapelle, stellte Pfr. Braun fest. Mit Blick auf die Verbindung von Tradition und Moderne wandelte er ein mittlerweile geflügeltes Wort ein klein wenig um und sprach von "Laptop und Rosenkranz". Auch dieses Gebet gehöre wie selbstverständlich zur Wallfahrtstradition und Pfr. Braun zeigte sich sicher, dass es die Gottesmutter höre – das laute Gebet eines reifen Pilgers ebenso gerne wie das leise eines vorsichtig stammelnden Jugendlichen. – "Ad multos annos - auf viele weitere Jahre", rief Pfr. Braun den Pilgern zu.

Text: Michael Glaß, Fotos: Roswitha Dorfner

Impressionen