Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

Zahlreiche Pilger zog es Anfang Mai ins "Herz Bayerns" zur Gnadenmutter nach Altötting. U.a. feierten die Krieger- und Soldatenkameradschaft im Kreisverband Altötting und die Gebirgsjäger Bischofswiesen ihre 25-jährige Partnerschaft...

Wallfahrt für den Frieden – KSK Altötting und Gebirgsjäger Bischofswiesen feierten 25-jährige Partnerschaft

Das feierliche Gelöbnis auf dem Kapellplatz und das Benefizkonzert im Kultur- und Kongressforum bildeten am Freitag, 3. Mai, den Auftakt der Feiern zur Gründung der Partnerschaft zwischen Krieger- und Soldatenkameradschaft Kreisverband Altötting und dem Gebirgsjägerbataillon 232 Bischofswiesen am 22. April 1988. Höhepunkt war am Samstag, 4. Mai der Jubiläums-Festgottesdienst in der Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus, dem ein feierlicher Einzug von etwa 100 Fahnenabordnungen und 800 Soldaten, "Pilger in Uniform" aus ganz Bayern vom Dultplatz über den Kapellplatz vorausging. Hereingespielt hatte die "Landesfriedenswallfahrt" die Musikkapelle Altötting unter Leitung von Bernhard Jira. Diese übernahm auch die musikalische Gestaltung während des Festgottesdienstes.
Für die Vertretung der Stadt und des Landkreises, hatten sich Bürgermeister Herbert Hofauer und Landrat Erwin Schneider eingereiht. Vom Hausherrn der Stiftspfarrkirche, Stadtpfarrer und Stiftspropst Prälat Günther Mandl, dem Hauptzelebranten und Festprediger, herzlich in Empfang genommen, entbot dieser herzliche Gruß- und Dankesworte. Insbesondere dankte er der KSK für das große Glaubenszeugnis mit dieser Friedenswallfahrt nach Altötting, ins Herz Bayerns, ins Nationalheiligtum des Landes, um für eines der wichtigsten Güter dieser Erde zu bitten: für den Frieden. "Ohne Frieden ist ein Zusammenleben zwischen Menschen und Völkern nicht möglich. Der Friede beginnt im Kleinen, in der Familie, Schule, am Arbeitsplatz." Stadtpfarrer Mandl empfahl die Wallfahrtsteilnehmer der Fürbitte Mariens bei ihrem Sohn: "Muttergottes schütze unser Land!"
Nach dem Festgottesdienst zogen die Fahnenabordnungen zum Kriegerdenkmal auf dem Kapellplatz. Hier sprach der stellvertretende Brigade-Kommandeur der Gebirgsjäger-Brigade 23, Oberst Stefan Leonhard Worte zum Totengedenken. Im Anschluss hallten Böllerschüsse über den Gnadenort. Deutschland- und Bayernhymne beendeten den offiziellen Teil des Jubiläums. Dann formierte sich der Festzug Richtung Kultur- und Kongressforum zum gemeinsamen Mittagessen. Hier sorgten die "Pleiskirchner Musikanten" für einen kurzweiligen Kameradschaftsnachmittag.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Stärkung durch Maria – Fußpilger aus Hölsbrunn

Zu unseren gemeldeten Traditions-Fußwallfahrten am 1. Mai zählt die aus Hölsbrunn bei Gangkofen. 93 Fußpilger, allen voran Familie Denk mit Pilgerleiter Hans, sind um 3:30 Uhr abmarschiert, dem Pilgerziel, dem Gnadenort Altötting entgegen. Zum 34. Mal, erzählte Werner Denk, wurde heuer gepilgert und das Wetter hätte nicht besser sein können. Kapuzinerpater Alexander Madathil, der Guardian des St. Konradklosters, hatte die Hölsbrunner nach ihrer Ankunft am Gries um die Mittagszeit abgeholt und unter dem Geläut der Altöttinger Kirchenglocken zum Kapellplatz geleitet. Nach Umrunden der Gnadenkapelle ging's in den Kongregationsaal. P. Alexander empfahl, nach dem Pilgergottesdienst die Gnadenmutter in der Heiligen Kapelle aufzusuchen: "Hier kann man sein Herz ausschütten, bei ihr finden wir Trost!" Auch der hl. Bruder Konrad habe mit kindlichem Vertrauen zu Maria gebetet. "So gestärkt können wir mit frischem Mut in den Alltag zurückkehren!"
Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Votivtafel aus Dankbarkeit – Wallfahrt aus Reischach

Der Bittgang aus Reischach am Christi-Himmelfahrtstag, 9. Mai, mit 228 Teilnehmern – wie gewohnt Konrad Diensthuber mit dem Vortragskreuz an der Spitze – zur Gnadenmutter von Altötting hätte heuer eigentlich mit "Dankwallfahrt" überschrieben werden müssen. Reischachs Pfarrer Ludwig Samereier nämlich übergab nach der Ankunft im Kongregationssaal an Administrator Prälat Ludwig Limbrunner ein Votivbild, mit dem sich die Pfarrei Reischach bei der Gottesmutter von Altötting bedankt. Dem Votivbild und auch den Worten Samereiers war zu entnehmen, dass am 7. Oktober letzten Jahres ein schwerbeladener LKW von der Bundesstraße abkam und in Reischach in eine Tankstelle und angrenzende Betonwand krachte. Der Fürsprache Mariens sei es zuzuschreiben, so Pfr. Samereier überzeugt, dass es keine Schwerverletzten und Tote (der LKW-Fahrer wurde dabei leicht verletzt) und keine Explosion gab. Als eine weitere Fügung sah Reischachs Pfarrer die Tatsache, dass er wenige Minuten vor dem schweren Unglück mit einer Gruppe älterer Leute den Unglücksort passierte. Kurz nachdem er zu Hause war, hätte er einen lauten Knall gehört. Prälat Limbrunner dankte "im Namen der Muttergottes", versprach, das Votivbild an einem ehrenden Platz in der Gnadenkapelle aufzuhängen und segnete die Reisch-acher mit deren "Votivgabe".
Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Pilgerleiter jubiliert – Wallfahrt aus Niederstraubing

Es war in diesem Jahr seine 25. Fußwallfahrt zum Gnadenort und eigentlich wollte er kein großes Aufheben darum machen und es sollte gar keiner erfahren. Aber: Ehre wem Ehre gebührt, so manches spricht sich halt doch herum: Gemeint ist als "silberner Jubilar" Dieter Neumaier, der Pilgerleiter der Niederstraubinger vom Pfarrverband Holzland. Was ihn natürlich besonders gefreut hat: sein achtjähriger Sohn Tim hat den ganzen Pilgerweg, von Abmarsch am Samstag, 11. Mai um 4 Uhr früh in Niederstraubing, nach Dorfen und von Tüßling bis Altötting das Pilgerkreuz vorangetragen (die Strecke von Dorfen bis Tüßling wird mit dem Bus zurückgelegt). Und die ganze Familie war mit dabei, sowohl die Ehefrau als auch Tims Oma und Opa.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner

"Mairegen macht schön" – Pilger aus Cham

Drei Tage, seit Donnerstag, 9. Mai, Christi Himmelfahrtstag, waren die Fußpilger aus Cham-Altenmarkt/St. Jakob und St. Josef unterwegs – eine beachtliche Leistung. Zum 25. Mal bereits trug Sepp Schneider die Standarte nach Altötting. Adminis-trator und Wallfahrtsrektor Prälat Ludwig Limbrunner dankte "an der Gnadenpforte Unserer Lieben Frau" nach der Pilgerankunft am Samstag, 11. Mai um 9.30 Uhr für diese Treue zur Muttergottes von Altötting. Auf das nicht gerade ideale Pilgerwetter verweisend (beim Abmarsch an Christi Himmelfahrt sehr warm, Freitag und Samstagfrüh teils kräftiger Regen), zitierte Prälat Limbrunner die Aussage des Chamer Stadtpfarrers Dieter Zinecker, der von Mitterskirchen aus seine Fußpilger die letzte Wegetappe begleitete: "Mairegen macht schön!". Tröstlicher sei jedoch die Aussage von Papst Franziskus, Freude müsse uns im Gesicht stehen. "Schön, dass Ihr mit Freude am Wallfahrten gekommen seid!", denn wie sagte der Papst weiter, so Prälat Limbrunner: wenn man die Freude nur für sich behalte, bekäme man ein ganz zerknautschtes Gesicht! Bei dieser Gelegenheit lud Pilgerführer Sepp Bucher gleich für die nächstjährige Chamer Fußwallfahrt ein: zur großen 300-jährigen Jubiläumswallfahrt!
Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Regen bringt Segen – Wallfahrt der "Oberlandler"

Streng geteilt in Zweierreihen, vorne die Männer, hinten die Frauen, in der Mitte die Vorbeter, ein traditionelles Einzugsbild über den Kapellplatz, wenn die "Oberlandler", die Fußpilger aus Rosenheim-Schloßberg und Umgebung nach zweitägiger Fußwallfahrt – diesmal gut durchnässt – ihr Pilgerziel erreichen. "Gegrüßet seist du Maria..." hallte es auch am Samstagnachmittag, 11. Mai, über den Kapellplatz, als sich der Pilgerzug Richtung Kirchenzelt neben der St. Anna-Basilika in Bewegung setzte. Sie hätten sicherlich auch um gedeihliches Wetter gebetet, meinte der Wallfahrtskustos und Guardian von St. Magdalena, P. Andreas Kaiser (2. v. l.), und Regen bringe bekanntlich Segen. Aber heute müsste man fast beten: "Herr, halt ein mit Deinem Segen, so stark müsste es nun auch nicht sein!" P. Andreas zollte den Oberlandlern seine Anerkennung: "Vergelt's Gott, dass Ihr durchgehalten habt, Respekt!"
Text und Fotos: Roswitha Dorfner