Altöttinger Liebfrauenbote

Mehrere Gedenkstätten erinnern in Altötting an Papst Benedikt XVI.

Eng verbunden auch in Zukunft

Man könnte es salopp formulieren: Altötting hat einen amtierenden Papst verloren, aber einen emeritierten gewonnen. In jedem Fall wird die Wallfahrtsstadt ihrem Ehrenbürger Benedikt XVI. auch nach dessen Rücktritt vom Amt des Pontifex maximus weiter eng verbunden bleiben.

„Papst-Stele“ vor dem Hintergrund der St. Konrad-Kirche.
„Papst-Stele“ vor dem Hintergrund der St. Konrad-Kirche.

Dies schon alleine durch das Haus Papst Benedikt XVI. mit Neuer Schatzkammer und Wallfahrtsmuseum. Doch noch weitere Stätten erinnern vor allem an den Besuch des Papstes am Gnadenort: zuvorderst natürlich die Anbetungskapelle, die Benedikt XVI. als erster Beter am 11. September 2006 selbst eröffnet hatte und in der an fast allen Tagen des Jahres rund um die Uhr vor dem Allerheiligsten gebetet wird. Sodann hat sich die Marianische Männerkongregation (MC) dafür eingesetzt, an den Stationen Benedikt XVI. in Altötting Orte der Erinnerung zu schaffen. Das Ergebnis sind drei marmorne Stelen, in die jeweils ein Zitat des Papstes als Verbindung zu dessen Besuch eingemeißelt sind – je eine Stele vor der Gnadenkapelle (finanziert durch die Bischöfliche Administration), vor der St. Konradkirche (Kapuziner) und am Vorplatz der Basilika St. Anna (MC).

"Weltliche" Ehre

„Papst-Platz“ in Sichtweite zur Gnadenkapelle.
„Papst-Platz“ in Sichtweite zur Gnadenkapelle.

Sodann wurde Benedikt XVI. auch eine weltliche Ehre zuteil: die Stadt Altötting benannte einen Platz in Sichtweite zur Gnadenkapelle nach ihrem Ehrenbürger. Auch nach seinem Rücktritt begegnet den Altötting-Besuchern also der „bayerische Papst“ auf Schritt und Tritt.

Text: Wolfgang Terhörst, Fotos: Roswitha Dorfner

Anbetungskapelle.
Haus Papst Benedikt XVI. – Neue Schatzkammer und Wallfahrtsmuseum.