Altöttinger Liebfrauenbote
Blick auf die Altstadt von Vilnius.
Blick auf die Altstadt von Vilnius.

In Vilnius wird ab Juli europäische Politik gemacht

"Rom des Nordens" – "Jerusalem des Ostens"

Zum 1. Juli übernimmt Litauen die Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union. Damit rückt die im Jahr 2004 der Gemeinschaft beigetretene Republik erstmals in den Mittelpunkt europäischer Politik. Geografisch hat es das Land längst geschafft. Nur sechs Kilometer von der Landeshauptstadt Vilnius entfernt liegt nach neuesten Berechnungen das geografische Zentrum Europas. Und wie Europas Mittelpunkt hat sich auch Litauen in den letzten Jahren neu verortet. Mit der Unabhängigkeit des Staates löste 1990 die Marktwirtschaft endgültig die Planwirtschaft ab. Auf der Suche nach einem neuen Job wanderten Zehntausende vor allem junger Leute ins Ausland ab, so dass die Einwohnerzahl des Landes auf heute unter drei Millionen schrumpfte. Ein Großteil lebt in der Hauptstadt Vilnius, deren Altstadt seit 1994 zum Weltkulturerbe gehört. Vilnius wird auch "Rom des Nordens" oder "Jerusalem des Ostens" genannt.

Touristen vor einem gotischen Ensemble.
Touristen vor einem gotischen Ensemble.

Wolkenkratzer neben gotischen Kirchen, Fastfood-Buden neben Gourmet-Restaurants, Straßenhändler neben modernsten Einkaufszentren, Stripteaseläden neben Beichtstühlen: Vilnius ist eine Stadt der Gegensätze. Tradition und Moderne gehören hier zusammen, manchmal gar neu miteinander verschmolzen wie in Gestalt des neuen Großfürstenpalastes am Kathedralenplatz, wo man für viele Millionen Euros einen alten Renaissancebau rekonstruierte.

Oft liegen alte und neue Zeit nur ein paar Schritte auseinander. So wie am "Tor der Morgenröte", dem weltbekannten Pilgerziel, wo eine alte Frau mit buntem Kopftuch auf Knien die steile Treppe zur wundertätigen Madonna emporrutscht. Eine von vielen Tausend Wallfahrern, die hier Jahr für Jahr Station machen. Nur ein paar Meter weiter aber feiern Jugendliche feucht-fröhliche Party, lassen es in einem der vielen Clubs kräftig krachen.

Kreuz und quer führen kleine Gassen durch das Häusergewirr der Altstadt. Pilies heißt die älteste, auf der einst Könige, päpstliche und weltliche Diplomaten Richtung Polen und Russland reisten. Mit öffentlichen und privaten Geldern, vor allem aber mit Subventionen aus den Kassen der Europäischen Union, wurde die Altstadt in den letzten Jahren herausgeputzt. So stehen Computer und Laptops heute in gotischen Kellern, residieren Büromenschen in barocken Prachtbauten.

Stolze Stadt

Blick auf die Neustadt.
Blick auf die Neustadt.

Blickfang der Stadt ist der weithin sichtbare Burgberg, von dem man den schönsten Blick auf die Altstadt hat. Richtung Norden sieht man die neue Stadt mit ihren Hochhäusern, Einkaufszentren und dem gigantischen Rathaus, einem Wolkenkratzer aus Stahl und Glas. Hier ist das Vilnius der Zukunft, in dem die Gelder großer Immobilienfonds stecken. Nur ein paar Schritte weiter aber holt den Besucher wieder die Vergangenheit ein, toben Kinder im Vorstadtdreck, wohnt man in kleinen Holzhäusern statt in schicken Eigentumswohnungen. Noch weiter weg liegen die Trabantenstädte mit ihren Plattenbauten, die Schlaf- und Wohnstätten vieler Zehntausend Menschen, die sich die teuren Mieten in der Innenstadt nicht leisten können.

Sieben Tage die Woche lädt Vilnius zum Shoppen in kleinen Boutiquen und großen Ladengalerien. Einige haben gar rund um die Uhr geöffnet. Vorbei sind die Zeiten, als das Angebot klein und die Einkaufszeiten beschränkt waren. Keine große Marke, die in Vilnius nicht mit eigenem Laden oder gar mehreren Filialen vertreten wäre.

Vilnius ist eine stolze Stadt. Das spürt man vor allem an den Sommersamstagen, wenn sich die Hochzeitspaare mit ihren Angehörigen und Freunden vor den Sehenswürdigkeiten der Stadt drängen. Sich vor der alten Burg, im Szenestadtteil Uzupis, am Gediminas-Denkmal vor der Kathedrale oder einer der vielen schönen, neu renovierten Kirchen öffentlich den Fotografen stellen. In gut zwei Jahrzehnten ist aus der einstigen Sowjet-Siedlung eine weltstädtische Metropole geworden - und eine Völkermühle. Statistisch machen die Litauer nur gut die Hälfte der Einwohner aus. Polen und Russen haben in Vilnius noch immer einen gewichtigen Anteil an der Bevölkerung. Daneben prägen Juden und Weissrussen das Bild, dazu Bürger aus vielen Dutzend Nationen. Menschen aller Kontinente, die in diplomatischen Diensten stehen, als Vertreter großer Weltfirmen in Litauen arbeiten oder die es sonstwie in die größte Stadt des Landes verschlagen hat.

Von der Groß- zur Kleinfamilie

Stadt der Gegensätze: hier eine Strechtlimousine vor der Kathedrale, ...
Stadt der Gegensätze: hier eine Strechtlimousine vor der Kathedrale, ...

Auf Besucher wirkt Litauisch, die heute in der Stadt dominierende Sprache, oft seltsam. Sprachprobleme gibt es trotzdem kaum. Denn die Jüngeren sprechen fast alle Englisch, das heute in den Schulen in der Regel erste Fremdsprache ist. Neben Deutsch oder Französisch, die freilich weit weniger genutzt werden. Russisch spielt kaum noch eine Rolle.

Waren früher Großfamilien die Regel, in denen mehrere Generationen unter einem Dach lebten, hat sich auch in Litauen die Kleinfamilie durchgesetzt. "Zwei Kinder sind normal", erklärt eine Stadtführerin, die von sinkenden Geburtenraten berichtet. Das liegt vor allem an den Frauen, die zu einem Großteil berufstätig sind und viele Führungspositionen innehaben – bis hin zur amtierenden Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite, die vor ihrer Wahl im Jahr 2009 viele Jahre als EU-Kommissarin in Brüssel für Finanzplanung zuständig war.

Gegensätze

... dort ein Müllsucher, ...
... dort ein Müllsucher, ...

Dem weiblichen Alltag kommen in Vilnius vor allem auch die Beschäftigungsmöglichkeiten entgegen. Ein Großteil der Bewohner arbeitet heute im Dienstleistungsbereich. Alle wichtigen Verlage Litauens haben ihren Sitz in der Landeshauptstadt, alle großen Banken, Medienunternehmen und Assekuranzen. Da fällt die Industrie nicht mehr so stark wie früher ins Gewicht.

Die Struktur einer modernen Großstadt spiegelt auch das Einkommen. So liegen die Gehälter in der Hauptstadt zu einem guten Teil über denen im übrigen Land. Trotzdem aber sind die Durchschnittseinkommen in Vilnius noch weit von denen im westlichen Europa entfernt.

Am Rande

... und da Biergartenatmosphäre am Kathedralenplatz.
... und da Biergartenatmosphäre am Kathedralenplatz.

Wie viele EU-Staaten hat die Wirtschaftskrise auch das Baltikum hart getroffen. Heute muss jeder um Arbeit kämpfen. Jobs auf Lebenszeit, wie sie früher die Planwirtschaft bot, gibt es immer weniger. Überall entstehen deshalb kleine Einmann- oder Einfrau-Betriebe, die auf eigene Rechnung arbeiten. Nicht immer so, wie es der Staat gern sähe, der die fehlende Steuerehrlichkeit der neuen Selbstständigen ebenso beklagt wie deren schwarze Kassen.

Auf der anderen Seite leben immer mehr Menschen, Statistiker sprechen bereits von jedem Fünften, am Rande der Existenz. Alte vor allem, deren Rente zu klein ist, die nur stundenweise Arbeit finden, oder die zu stolz oder unwissend sind, staatliche Hilfe anzunehmen. In der Großstadt Vilnius fallen sie mehr als in den Dörfern auf, wo sie mithilfe von Verwandten oder einem kleinen, eigenen Gärtchen, das den Sommer über frisches Gemüse liefert, noch einigermaßen über die Runden kommen. In der Landeshauptstadt aber sind die wirklich Armen ständig sichtbar, wenn sie auf der Suche nach Essbarem oder sonst verwertbaren Abfällen die Mülltonnen durchsuchen.

Text und Fotos: Günter Schenk

Religiöse Toleranz

Taufe in der Bernadinerkirche.
Taufe in der Bernadinerkirche.

Gotteshäuser prägen die Silhouette der Landeshauptstadt Vilnius. Unübersehbar ragen ihre Türme in den Himmel, künden ihre Glocken vom Glauben. Von Katholiken und Protestanten, Juden und russisch-orthodoxen Christen - und von anderen religiösen Gemeinschaften, die seit Jahrhunderten nebeneinander existieren. In der Vielvölkerstadt Vilnius ist die Religion zum verbindenden Element geworden. Toleranz heißt ihr gemeinsamer Nenner, Achtung vor dem Andersdenkenden. Eine moralische Haltung, die einst auch die Unabhängigkeitsbewegung des Landes zusammenschweißte.

Fast von jedem Standort aus, heißt es in Vinius, kann man drei Kreuze sehen. Mehr als ein halbes hundert Kirchen und Gebetshäuser zählt die Stadt noch heute. Große und kleine Bauten, kunsthistorisch wichtige und weniger bedeutende. Renoviert die einen, baufällig die anderen und deshalb nicht selten der Öffentlichkeit versperrt. Gotische und barocke Prachtstücke zum Teil. Allesamt aber Häuser, in denen die Menschen heute noch Nähe zu Gott suchen, in denen sie nicht nur Sonntags Gottesdienst feiern, Taufen und Hochzeiten. In denen sie vor allem aber beten, Kerzen aufstellen, sich besinnen. Fast immer findet sich der Kirchenbesucher in Vilnius andachtsvollen Gläubigen gegenüber. Menschen, die vor Christus- und Heiligenbildern knien – oder vor der Muttergottes, die in Litauen besonders große Verehrung genießt.

Hort eines weltoffenen Judentums

Bernadinerkirche von außen.
Bernadinerkirche von außen.

Selbst das Heidentum wurde in Vilnius mit religiöser Inbrunst zelebriert. Schließlich galt die Stadt noch als ein paganer Ort, als in anderen osteuropäischen Großstädten schon längst Christen den Ton angaben. Doch schon bald verschmolzen die heidnischen Sitten mit westlichem und östlichem Christentum. Damit war der Grundstein für eine multireligiöse und multikulturelle Metropole gelegt, in der für Christen ebenso Platz war wie für Muslime, Karäer oder Juden, die alle ihre eigenen Gebetshäuser hatten. Besonders große gehörten den christlichen Orden, von deren Wirken bis heute die schönsten Kirchen der Stadt zeugen und der Stadt den Beinamen "Rom des Nordens" einbrachten.

Im 17. und 18. Jahrhundert reifte die jüdische Gemeinschaft in Vilnius, wurde die Stadt Hort eines weltoffenen Judentums, das jiddische "Vilne" schnell geistiges Oberzentrum der Juden Osteuropas. Auch wenn in Warschau rein zahlenmäßig mehr Juden lebten, wurde Vilnius zum "Jerusalem des Ostens". In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen zählte die Stadt mehr als 100 jüdische Gebetshäuser, war fast jeder dritte Einwohner jüdischen Glaubens. Jiddisch-hebräische Zeitungen gab es, ein jüdisches Theater, wissenschaftliche Institute, die Albert Einstein und Sigmund Freud zu ihren Förderern zählten, und rund 160 Vereine, die das jüdische Erbe kulturell pflegten.

Heute gibt es wieder eine größere jüdische Gemeinschaft in der Stadt, die mit Christen und Orthodoxen, Muslimen, ja sogar Hindus und anderen Religionen gut zusammenlebt. Viele Kirchen in Vilnius haben immer wieder ihre Besitzer gewechselt. Vor allem im Zarenreich wurden katholische Kirchen zu orthodoxen Gotteshäusern. Unter sowjetischer Besatzung wurden Kirchen und Klöster enteignet, die erst in den letzten Jahren wieder ihren alten Besitzern zurückgegeben wurden.

Text und Fotos: Günter Schenk

Narrenrepublik Uzupis

Am Rande der Vilniuser Altstadt liegt der Stadtteil Uzupis. Manche vergleichen ihn mit dem Pariser Künstlerviertel Montmartre. Auch wenn das weit übertrieben ist, Uzupis mit seinen Cafés, Restaurants und Galerien ist das Aushängeschild einer Stadt, die stolz ist auf ihre neue Freiheit.  So haben die Bewohner des Stadtteils ihr Viertel längst zu einer "selbstständigen Republik" ausgerufen – mit eigener "Verfassung" und "Flagge", einer "Nationalhymne" und einem "Präsidenten".

Uzupis heißt übersetzt "jenseits des Flusses". Diese Bezeichnung verweist auf die Lage des Stadtteils am rechten Ufer der Vilnia. Schon im 15. Jahrhundert war das Viertel entstanden, in dem meist arme Leute zuhause waren. Doch mit den ersten Brücken über den Fluss siedelten auch Handwerker hier, rückte die Vorstadt näher ans Zentrum. Im Lauf der Zeit entdeckten orthodoxe Juden das Viertel für sich. In der Sowjet-Zeit allerdings verkam der Stadtteil, viele Häuser zerfielen. Den restlichen fehlten meist sanitäre Anlagen und Stromanschlüsse. Wohnungslose und Kriminelle fanden in den verwahrlosten Anlagen Unterschlupf. In den 1990er-Jahren schließlich entdeckten Künstler und Bohemiens das alte Viertel neu. Spaßvögel auch, die gern feierten.

"Lass dich nicht unterkriegen!"

Ihr Sinn für Skurriles, gepaart mit Gemeinschaftsgeist, manifestierte sich 1997 in der Ausrufung der "Republik Uzupis". Es ist eine Art Narren-Staat. "Parlamentssitz" ist das Café Užupis Kavine. Am Anfang der Paupio-Straße kann man die Verfassung auf einer Bronzetafel gleich in mehreren Sprachen an einer Wand nachlesen. Und wie es einer närrischen Republik geziemt, feiert man am 1. April mit Umzügen und Konzerten seine Unabhängigkeit. An diesem Tag gilt in dem Ministaat auch eine eigene Währung und närrisch uniformierte Grenzbeamte drücken "Einreisenden" einen Stempel auf.

In der Verfassung finden sich "Artikel", die schmunzeln lassen, wie: "Jeder Mensch hat das Recht, beim Fluss Vilnia zu leben, und der Fluss Vilnia hat das Recht, an jedem vorbei zu fließen."; "Jeder Mensch hat das Recht, einzigartig zu sein."; "Jeder Mensch hat das Recht, nicht geliebt zu werden, aber nicht notwendigerweise."; "Jeder Mensch hat das Recht, nichts zu verstehen."; oder: "Lass dich nicht unterkriegen!" Na, dann...

Text: Günter Schenk

Nationalgericht Kartoffeln

Längst vorbei sind in Litauen die Zeiten, als sozialistische Einheitskost die Gastronomie bestimmte. Heute geben Köche unterschiedlichster Herkunft den kulinarischen Ton im Land an, findet sich auf den Speisekarten exotisches aus aller Welt neben litauischer Hausmannskost.

Ganz oben auf allen Speiseplänen rangieren Kartoffeln. Sie kommen fast täglich und das ganze Jahr über auf den Tisch. Für viele Litauer haben sie den gleichen Stellenwert wie Brot. Beliebte Kartoffelgerichte sind mit Hackfleisch, Pilzen, Käse, Quark oder traditionell mit Speck gefüllte Kartoffelklöße. "Cepelinai" heißen sie im Volksmund, "Zeppelin". Ein Name, den die großen Klöße den Hallen für die Luftschiffe verdanken, welche die Deutschen einst in Litauen bauten. Als eine Art Nationalgericht gelten auch Kartoffel-Pfannkuchen ("Blynai"), die mit süßer oder saurer Füllung serviert werden, mit Fleisch, Kohl, Quark, Obst, Gelee, Fischen, Pilzen oder saurer Sahne. Kartoffelpuffer heißen "Kugelis". Fleischrouladen gefüllt mit Zwiebeln, Speck und Ei firmieren als "Suktiniai".

"Balandeliai" sind Krautrouladen mit Hackfleisch- oder Reisfüllung. Das vielleicht exotischste litauische Gericht ist "Vedarai", ein mit geriebenen Kartoffeln oder Graupen gefüllter und dann gebackener Schweinedarm. Schwein wird ohnehin immer serviert, wenn man Fleisch bestellt, ist Kalb doch in der traditionellen litauischen Küche so gut wie unbekannt. Fisch ist relativ teuer und wie Fasan, Elch oder Hirsch eher ein Fein-Leute-Essen.

Mehr als Hundert essbare Pilzsorten

Von Frühling bis Spätherbst bereichern Pilze den Speiseplan. Sie kommen meist in feinen, aber kräftigen Sahnesoßen auf den Tisch. Mehr als Hundert essbare Pilzsorten wachsen in den heimischen Wäldern, die wegen ihres Geschmacks gern zum Verfeinern von Fleisch-, Fisch- oder Kartoffelgerichten verwendet werden. Zu den traditionellen Gemüsen zählen Kohl, Rote Bete, Karotte, Tomate, Zwiebel, Gurke, Möhre, Pastinake, Rettich und Radieschen. Kohl wird meist frisch und gesalzen als Kraut mit Kümmel, Moosbeeren und Äpfeln gegessen.

Nicht ganz so groß ist das Dessert-Angebot. Zwar kennen auch die Einheimischen Pudding, Eis, Kompott und andere süße Leckereien, meist aber gibt es honigsüßen Kuchen zum Nachtisch. Im Sommer Beeren in allen Varianten, die wie Johannis- und Stachelbeeren meist aus dem eigenen Garten stammen oder wie wilde Himbeeren, Walderdbeeren, Heidelbeeren oder Moosbeeren im Wald gepflückt werden.

Das litauische Frühstück ist traditionell deftig. Das heißt: Wurst und Käse, Omelett, Fisch und Pilze gibt es schon morgens. Dazu dunkles, meist etwas süßlich schmeckendes Roggenbrot (Ruginė Duona). Weißbrot oder Brötchen, Müsli und Obst finden sich meist nur auf den Buffets der größeren Hotels mit internationalem Publikum. Zu Sowjetzeiten war das Mittagessen die wichtigste Mahlzeit am Tag, inzwischen aber gewinnt das Abendessen mehr und mehr an Gewicht. Das liegt auch daran, dass viele Berufstätige erst abends Zeit zum Kochen haben.