Altöttinger Liebfrauenbote
Junge Sänger(innen) der Altöttinger Kapellsingknaben und Mädchenkantorei.
Junge Sänger(innen) der Altöttinger Kapellsingknaben und Mädchenkantorei.

Kinder- und Jugendchortag Pueri Cantores des Diözesanverbands Passau in Altötting

Singende Friedensbewegung

Am Samstag, 15. Juni stand Altötting im Zeichen der Pueri Cantores im Diözesanverband Passau – Pueri Cantores, so nennt sich der Verband von katholischen Kinder- und Jugendchören aus aller Welt. Um die 150 Mädchen und Buben aus Schönberg, der Passauer Domsingschule und Mariahilf sowie aus Burgkirchen am Wald waren der Einladung von Herbert Hager, dem Leiter der Altöttinger Kapellsingknaben und Mädchenkantorei gefolgt.

Herbert Hager, der Chorleiter der Altöttinger Kapellsingknaben und Mädchenkantore.
Herbert Hager, der Chorleiter der Altöttinger Kapellsingknaben und Mädchenkantore.

Dabei übten die Chöre im Kultur + Kongressforum Altötting das gemeinsame Singen mit Begeisterung, auch wenn bei hochsommerlichen Temperaturen am Nachmittag im "zu wohl temperierten Kirchenzelt" alle Beteiligten ins Schwitzen kamen.

Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss der Veranstaltung war der gemeinsame Zug über den Kapellplatz zum Basilika-Kirchenzelt zum musikalisch gestalteten Wortgottesdienst mit Friedensgebet. "Wir beten und singen für den Frieden!", das unterscheide die Kinder- und Jugendchöre unserer Diözese, "Euch, unsere Pueri Cantores, von allen anderen, x-beliebigen Musikgruppen und Chören", rief Pfr. Michael Witti aus Feichten den jungen Sängerinnen und Sängern zu. Seit über 60 Jahren sähen sich die Pueri Cantores als jugendliche und glaubensvolle Botschafter des Friedens.

Mut in spannungsgeladener Zeit

Pfr. Michael Witti gibt Erläuterungen zum Fürbittbuch.
Pfr. Michael Witti gibt Erläuterungen zum Fürbittbuch.

Begonnen hat diese "singende Friedensbewegung" junger Christen 1907 in einem Pariser Holzschuppen, wie Pfr. Witti rekapitulierte. In einer Zeit, die schließlich 1914 in der Katastrophe des Ersten Weltkriegs mündete, "waren es zwölf singende junge Christen, nicht älter als ihr heute, die den Mut hatten in dieser spannungsgeladenen Zeit vom Frieden und von der Menschlichkeit zu singen." Sie hätten sich anfangs "Die kleinen Sänger vom Holzkreuz" genannt, weil sie ein solches um den Hals getragen hatten, erzählte Pfr. Witti. Auch im Zweiten Weltkrieg hätten wieder die kleinen Sänger mutig Jesu Traum vom Frieden in die Welt getragen. "1947", so berichtete der Prediger, "wurde der internationale Verband der 'Pueri Cantores', der 'singenden Kinder' gegründet, das Leitbild all der Kinder- und Jugendchöre, die sich weltweit zusammengeschlossen haben."

"Heute singt Ihr Lieder des Friedens und betet Ihr mit uns allen hier für den Frieden in der Welt, der gerade auch in diesen Tagen vielfach bedroht ist!" Pfarrer Witti dankte allen jungen "Botschaftern des Friedens" für ihr Engagement: "Durch Euer Singen gebt Ihr all den Menschen in den Krisengebieten dieser Erde eine Stimme und zeigt uns allen und der ganzen Welt, dass wir niemals aufhören dürfen, an den Frieden zu glauben, für den Frieden zu arbeiten und um den Frieden zu beten: denn der Friede ist das höchste Gut der Menschen, das Größte, das wir alle dieser Welt nur geben können!"

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Impressionen

(Zum Vergrößern auf ein Bild klicken)