Altöttinger Liebfrauenbote
"Ich sage Dir – Lebe!" – Ein Bub mit der Broschüre zur Landeswallfahrt der KLB Bayern.
"Ich sage Dir – Lebe!" – Ein Bub mit der Broschüre zur Landeswallfahrt der KLB Bayern.

Wallfahrt der Katholischen Landvolkbewegung Bayern – 60-Jahrfeier

"Ich sage dir – Lebe!"

Alle fünf Jahre pilgert sie nach Altötting – die Katholische Landvolkbewegung in Bayern (KLB) ist ein treuer Gast am Wallfahrtsort. Heuer hatten die rund 1.000 KLB-Pilger ein kleines Jubiläum: Der Verband begeht seinen 60. "Geburtstag", zu dem der Hauptzelebrant und Prediger im Basilika-Kirchenzelt, Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger herzlich gratulierte – ebenso wie Wallfahrtskustos Kapuzinerpater Br. Andreas Kaiser, der die Pilger begrüßte.

Weihbischof Bernhard Haßlberger bei der Predigt im Basilika-Kirchenzelt.
Weihbischof Bernhard Haßlberger bei der Predigt im Basilika-Kirchenzelt.

KLB-Landesvorsitzender Josef Neher erinnerte an das Leitwort – "Ich sage Dir - Lebe!" – "Es soll ermutigen, eine lebendige Kirche im Geist des II. Vatikanischen Konzils sowie Anwälte des Landes und der Menschen des Landes zu werden."

Das Wallfahrtsmotto griff auch Weihbischof Haßlberger in seiner Predigt auf: "Es ist eigentlich das Motto der ganzen Heilsgeschichte - darum geht es Gott: dass auch wir Menschen leben können!" Das gesamte Alte Testament sei "voll von Leben", sagte er, nachdem er u.a. an die "Gesetze Israels" erinnert hatte: Von diesen Vorschriften könnten wir durchaus noch etwas lernen, betonte er – sie hätten die Gerechtigkeit zum Inhalt und auch das, "was wir heute als Ökologie und Nachhaltigkeit bezeichnen". Gott habe sein Volk nicht im Stich gelassen, stellte Haßlberger fest, als er die Lesung von der "Vision von der Auferweckung Israels" (Hes 37,1-14) auslegte.

"Der Tod ist nicht die Grenze"

Zahlreiche Pilger nahmen am Gottesdienst teil.
Zahlreiche Pilger nahmen am Gottesdienst teil.

Jesus habe den Glauben seines Volkes aufgenommen, hob er schließlich hervor: "Er heilt Kranke. Er vergibt Sünden. Er erweckt Tote. Und schließlich war Jesus der Erste, der uns durch den Tod im Leben voranging." Seitdem sei klar: "Der Tod ist nicht die Grenze. Es geht weiter!" Zum Evangelium von der "Hochzeit in Kana" (Joh 2,1-12) sagte der Weihbischof: Jesus habe sein erstes Wunder nicht zufällig bei einer Hochzeit gewirkt. Sie sei die "Feier im Leben schlechthin, ein Fest der Liebe und des Lebens". Außerdem beweise diese Geschichte, dass Gott kein Knauser sei – er schenkt reichlich Wein – aber auch, dass wir ebenso unseren Teil (das Wasser) dazu beitragen müssten. Explizit rief er die Pilger dazu auf, Zeugnis zu geben, "damit Menschen Hoffnung und Zuversicht haben".

Text: Michael Glaß, Fotos: Roswitha Dorfner

Impressionen

(Zum Vergrößern auf ein Bild klicken)