Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

Pilger aus Straßkirchen radelten für ein schwerkrankes Mädchen, Weihbischof Florian Wörner gab den Wallfahrern aus der Diözesanregion Altbayern vier Richtlinien zur Neuevanglisierung mit auf den Weg, ... – Lesen Sie mehr aus dem Wallfahrtsgeschehen in Altötting.

Radeln für guten Zweck – Radfreunde Straßkirchen sammeln für ein schwerkrankes Mädchen

Im Mittelpunkt steht der karitative Gedanke: Auch heuer, insgesamt zum siebten Mal, hat Ludwig Schiller (l.) von den Radfreunden Straßkirchen/Landkreis Straubing-Bogen, eine Pfingstradwallfahrt nach Altötting organisiert. Dabei wird jedes Jahr für einen guten Zweck gesammelt. "Heuer unterstützen wir ein Mädchen, das an einem Gehirntumor erkrankt ist und in der Uniklinik Regensburg behandelt wird. Diese Behandlungen sind teuer, die Familie ist für jede finanzielle Unterstützung dankbar, zumal erst kürzlich erneuter Familienzuwachs angekommen ist", erzählt Ludwig Schiller. Am 19. Mai gegen 6 Uhr sind über 100 Wallfahrtsteilnehmer in der Ortsmitte von Straßkirchen gestartet. Über Wallersdorf, Arnstorf, Eggenfelden, Arbing und Reischach verlief die Tour, am späten Pfingstsonntag-Vormittag wurde der Kapellplatz am Gnadenort erreicht. Nach einem Besuch in der Gnadenkapelle und der Begrüßung durch Bürgermeister Herbert Hofauer im Rathaus der Stadt sagte auch Kapuzinerpater Br. Berthold Oehler ein herzliches Grüß Gott und spendete den Pilgersegen.
Text und Foto: Roswitha Dorfner

Stern der Neuevangelisierung – Sternwallfahrt Schrobenhausen/Diözesanregion Altbayern mit Weihbischof Florian Wörner

Bei der Sternwallfahrt aus Schrobenhausen/Diözesanregion Altbayern, mit dem begleitenden Wallfahrtsseelsorgern Dekan Werner Dippel, Pfr. Piero Lubijci und Diakon Andreas Buchfelder, war es für den Hauptzelebranten, Florian Wörner, quasi seine persönliche Premiere-Wallfahrt als neu geweihter Weihbischof der Diözese Augsburg. Und dieser bekannte sich bei seiner Predigt beim Gottesdienst am Samstag, 25. Mai im gut gefüllten Kirchenzelt neben der St. Anna-Basilika als großer Marienverehrer: Papst Paul der VI. habe damit begonnen, Papst Johannes Paul II. habe es weitergeführt, Maria als den Stern der Neuevangelisierung zu bezeichnen. Sterne am Himmelszelt ließen die Nacht heller erleuchten, ein Stern, so verdeutliche das Matthäus-Evangelium, habe den Weisen aus dem Morgenland den Weg zum "eigentlichen Stern", zum Gottessohn geführt. Auch Papst em. Benedikt XVI. habe immer wieder auf die Bedeutung "wahrer Lichter", die Orientierung für unser Leben gäben, hingewiesen. Weihbischof Wörner stellte diese wahren Licht- und Sternbilder unseres Lebens, Menschen, die recht zu leben wüssten in der Christusnachfolge heraus: "Zugang finden zu Menschen, die's vormachen, 'Licht von seinem Licht' ausstrahlen, denn Christus selber ist das Licht der Welt!" Die Gottesmutter Maria habe uns dieses Licht des Glaubens vorgelebt: "Ave Maria Stella, Meerstern der den Seefahrern vorausleuchtet und uns zu Jesus führt!" Maria, unser Leitstern und Lichtblick der Orientierung, verschloss sich nicht, bei der Verkündigung des Engels und zweifelte nicht, vielmehr schloss sie ihr Herz auf. Dies nannte der Prediger einen Grundzug des Glaubens: Aus dem Hinhören Mariens wurde ein Horchen und schließlich ein Gehorchen. Somit sei Maria die erste gewesen, die die Frohe Botschaft annahm, die Erste die evangelisiert wurde und evangelisiert! "Auch heute kann Gott Großes, ja Wunder tun, wenn Menschen 'Ja' sagen!" Schließlich gab Weihbischof Wörner vier Richtlinien zur Neuevanglisierung mit auf den Weg: 1. Die tiefe Freundschaft mit Jesus Christus suchen (sich Zeit nehmen, mit ihm sprechen, auf "Du" mit ihm, werben für die Freundschaft mit Jesus). 2. Glauben als "Kopfsache" verstehen, Verstand ist gefragt: "Ihr müsst wissen, was Ihr glaubt!" (Papst Benedikt XVI.). Um auskunftsfähig zu sein, müsse man in der Heiligen Schrift, im Katechismus nachlesen. Punkt 3 sei die "Sprachfähigkeit": Die Fähigkeit über Worte des Glaubens zu sprechen, egal ob im kirchlichen oder weltlichen Bereich, den Glauben herausheben aus der Privatsphäre und in der Öffentlichkeit zum Thema machen! Und schließlich als vierten Wegweiser: Die Beheimatung des Glaubens in der Kirche. Wir, die Kirche, solle im Glauben "daheim" sein, wo auch äußere Kritik abpralle. "Bitten wir Maria", so Weihbischof Wörner abschließend, "den Stern der Neuevangelisierung, dass sie für uns bittet und uns mit ihrer Liebe begleitet um im Glauben das wahre Licht, Jesus Christus, aufzunehmen und weiterzugeben!"
Text und Fotos: Roswitha Dorfner

 

Herzliche Verbundenheit – Fußpilger aus Zeilarn

Dreimal wurde "Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist ..." gebetet, nachdem Administrator Prälat Ludwig Limbrunner am Samstagmorgen, 25. Mai, die Fußpilger aus Zeilarn/St. Martin über den Kapellplatz zur Bruder-Konrad-Kirche einbegleitet hatte. "Im Glauben unterwegs" und "Wir folgen Christus nach" – das bezeuge das große Vortragskreuz, das Franz Gartmeier schon 32 Jahre lang auf dem Pilgerweg vorantrage, so Limbrunner. Sichtbare Kreuzesnachfolge heiße, auch dem Leiden Christi folgen. Das, so Limbrunner abschließend, hätten die Fußpilger aus Zeilarn auf dem Weg nach Altötting auch bewiesen: Normalerweise wären die verschwitzt ankommenden Fußwallfahrer um eine kühle Kirche froh, heute bei den widrigen Wetterbedingungen, seien die durchnässten Zeilarner froh um eine wohltemperierte St.-Konrad-Kirche. Mit dem Zeilarner Pilgerkreuz spendete dann der Kapelladministrator den Pilgersegen, bevor Pfarrer Gottfried Hinterberger mit seinen Fußpilgern den Gottesdienst feierte.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Zuversichtlich – Buswallfahrt aus Markt Indersdorf

Immer am Freitag nach Fronleichnam, diesmal am 31. Mai, weilt der Pfarrverband aus Markt Indersdorf/Diözese München-Freising, unter der geistlichen Leitung von Pfarrer Dr. Stefan Hauptmann (im ersten Bild re. und im dritten Bild) am Gnadenort Unserer Lieben Frau. Das Wetter zeigte sich am letzten Tag im "Wonnemonat" Mai mit Starkregen und Windböen nicht gerade "pilgerfreundlich". Doch Pfr. Hauptmann äußerte sich zuversichtlich: Die Zeit des großen Frühlingsregens sei auch übertragbar auf die Kirche unserer Zeit. Pfarreien schließen sich zu Pfarrverbänden zusammen, so geschehen auch in Markt Indersdorf. Wir müssten dies akzeptieren und doch liege es an uns selber was wir daraus machen. Unser Denken und Handeln bestimme die Zeit. "Tragen wir unsere Anliegen Maria vor, denn durch die Gottesmutter finden wir Erhörung bei ihrem göttlichen Sohn!" Nach der Andacht am Nachmittag in St. Konrad und dem Segen mit der Br. Konrad-Reliquie ging's "schirmbewaffnet" unter den Klängen der Musikkapelle Altötting, begleitet von Kapuzinerpater Guardian Alexander Madathil zum Busparkplatz Gries, um wieder die Heimreise anzutreten.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner