Altöttinger Liebfrauenbote
Erzbischof Zygmunt Zimowsk begrüßte beim Einzug in die Altöttinger Stiftspfarrkirche Gottesdienstteilnehmer.
Erzbischof Zygmunt Zimowski begrüßte beim Einzug in die Altöttinger Stiftspfarrkirche Gottesdienstteilnehmer.

21. Weltkrankentag in der Altöttinger Stiftspfarrkirche – Erzbischof Zygmunt Zimowski hält Predigt

„Auch heute schenkt Maria uns ein Lächeln“

Die Katholische Kirche hat am Gedenktag Unserer Lieben Frau von Lourdes den 21. Welttag der Kranken in Altötting gefeiert – mit einem besonderen Gruß von Papst Benedikt XVI. und einer aufmunternden Predigt seines Legaten Erzbischof Zygmunt Zimowski am 11. Februar in der Stiftspfarrkirche.

Erzbischof Zygmunt Zimowski spendete die Krankensalbung während des Pontifikalamts in der Stiftspfarrkirche.
Erzbischof Zygmunt Zimowski spendete die Krankensalbung während des Pontifikalamts in der Stiftspfarrkirche.

„Die dienende Haltung der Gottesmutter wurde mit der Aufnahme Mariens in den Himmel nicht beendet – sie ist auch heute aktuell“, betonte Erzbischof Zimokski. „Auch jetzt hier in Altötting schenkt Maria uns ihr Lächeln, ihren Trost und ihre Zuversiicht“, erklärte der Vorsitzende des Päpstlichen Rats für die Pastoral im Krankendienst. In Anlehnung an das Evangelium von der Verkündigung (Lk 1,26-38) stellte er die Gottesmutter als „die wichtigste Zeugin des Glaubens und der Liebe“ heraus. Insbesondere betonte der Erzbischof die Treue der Kirche zu den Kranken und die Bedeutung des Lebensschutzes: „Wir versprechen: wir werden die Kranken nie vergessen! Wir versprechen, dass wir das Leben schützen vom Anfang bis zum natürlichen Tod.“

Zimowski betonte, der leidende Mensch mit all seiner Angst, Hoffnung und Zuversicht sowie der helfende Mensch mit seinem Fachwissen dürften „nicht aus dem Blickfeld der Kirche und der Gesellschaft wegfallen“. Er forderte einen dynamischen interdisziplinären Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis. Auch die spirituellen Bedürfnisse der Menschen müssten beleuchtet werden, um neue Wege einzuschlagen. Der Weltkrankentag solle aufmerksam machen für eine „bessere Fürsorge und Pflege der Kranken und Leidenden, für die leibliche, aber auch für die übernatürliche Dimension des Leidens“.

Erzbischof Zimowski übermittelte den Apostolischen Segen von Papst Benedikt XVI. und versicherte, dass dem Hl. Vater der Weltkrankentag in „seinem geliebten Wallfahrtsort“ Altötting ein besonderes Anliegen sei. In einer Privataudienz fünf Tage zuvor habe er ihm auch seine persönlichen Segenswünsche übermittelt, ebenso wie seinen Dank „für unsere Gebete und unser Engagement“. Bereits zuvor hatte der Apostolische Administrator des Bistums Passau, Bischof Wilhelm Schraml betont, dass diese Feier in Altötting „eine besondere Auszeichnung“ sei und „für uns alle eine tief empfundene Freude“. Der Päpstliche Nuntius in Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Périsset verlas das Grußwort von Papst Benedikt XVI.: „Die Kirche hat von jeher den Kranken Trost gespendet und wird nie aufhören, ihren Bedürfnissen entgegenzukommen.“

Reliquie von Johannes Paul II. für den Gandenort Altötting

Erzbischof Zygmunt Zimowski überreichte als Geschenk für den Gnadenort eine Reliquie des sel. Papst Johannes Paul II. an Bischof Wilhelm Schraml.
Erzbischof Zygmunt Zimowski überreichte als Geschenk für den Gnadenort eine Reliquie des sel. Papst Johannes Paul II. an Bischof Wilhelm Schraml.

Die Bischöfe Périsset, Schraml, Zimowski und Kardinal Reinhard Marx spendeten an „20 kranke Gläubige aus allen Ständen der Kirche“ die Krankensalbung. Nach der Feier der Eucharistie, an der zahlreiche Diakone, Priester und Bischöfe teilnahmen, zogen die Gläubigen in einer feierlichen Prozession zur Gnadenkapelle, wo Erzbischof Zimowski das Gebet zum Weltkrankentag sprach und den marianischen Segen mit dem Gnadenbild spendete.

Eine besondere Ehre für Altötting: Erzbischof Zimowski überreichte als ein Geschenk des päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst an das Heiligtum eine Reliquie des sel. Papst Johannes Paul II. an Bischof Schraml. Johannes Paul II. sei ein großer Marienverehrer gewesen, erinnerte Erzbischof Zimowski. Bischof Schraml kündigte an, dass die Reliquie einen würdigen Platz neben der Goldenen Rose in der Gnadenkapelle bekommen werde.

Der Gottesdienst in der Stiftspfarrkirche wurde von den Altöttinger Kapellsingknaben und Mädchenkantorei unter Leitung von Herbert Hager. musikalisch gestaltet.

Text: Michael Glaß, Fotos: Roswitha Dorfner

Papstbotschaft zum Weltkrankentag als zum Download

Grußworte von Papst Benedikt XVI. als PDF zum Download

Offizielle Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz als PDF zum Download

Bildergalerie

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Italienische Pilger mit Fahne vor der Gnadenkapelle.
Erzbischof Zygmunt Zimowski vor der Stiftspfarrkirche im Gespräch mit Pilgern.
Bei eiskalten Temperaturen galt es sich "warm einzupacken".
Eine Gottesdienstbesucherin studiert das Programm.
Herzliches Hallo: Der Päpstliche Nuntius in Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Périsset (r.) begrüßt Erzbischof Zygmunt Zimowski (3.v.r.) und Kardinal Reinhard Marx (2.v.r.); links Bischof Wilhelm Schraml.
Viele geistliche Würdenträger nahmen am Pontifikalamt teil.
Krankensalbung während des Pontifikalamts: Erzbischof Kardinal Reinhard Marx ...
... und Bischof Wilhelm Schraml.
Eucharistiefeier.
Auszug mit Reliquie.
Prozession zur Gnadenkapelle nach dem Gottesdienst.
Kapelladministrator Prälat Ludwig Limbrunner reicht das Gnadenbild zum Kuss.
Segen mit dem Gnadenbild vor der Kapelle.
Kardinal Reinhard Marx (v.l. mit Erzbischof Zygmunt Zimowski und Bischof Wilhelm Schraml im Gespräch.