Altöttinger Liebfrauenbote

P-Seminar-Schüler haben Kinderführer für Neue Schatzkammer erarbeitet

Erlebnis Wallfahrt Altötting

Bislang gab es im „Haus Papst Benedikt XVI.“ in Altötting keinen eigenen Kinderführer für das Museum „Neue Schatzkammer“. Das haben einige Oberstufenschülerinnen und -schüler des König Karlmann Gymnasiums Altötting im Rahmen ihres Projekt-Seminars „Erlebnis Wallfahrt Altötting“ nun geändert.

Eine Schülerin des P-Seminars führt Fünftklässler durch die Neue Schatzkammer und hilft ihnen, die Fragen im neuen Kinderführer zu beantworten.
Eine Schülerin des P-Seminars führt Fünftklässler durch die Neue Schatzkammer und hilft ihnen, die Fragen im neuen Kinderführer zu beantworten.

Am Donnerstag, 24. Januar stellten sie vor Ort die von ihnen entwickelte Kinderführung nebst Broschüre vor – und zwar ganz praxisbezogen: der Abiturjahrgang hatte kurzerhand mit der 5a eine „Anfängerklasse“ mit Kindern im richtigen Zielgruppenalter mitgebracht. Diese durften nach den Grußworten und einer Kurzpräsentation des Projekts sogleich zur Tat schreiten. Aufgeteilt in zwei Gruppen wurden die „Kleinen“ von den „Großen“ durch das Museum geführt und kindgerecht mit wichtigen Hintergründen zum Thema „Wallfahrt“ versorgt. Das dabei neu gewonnene Wissen konnten die Fünftklässler dann beim Beantworten der Fragen in der Broschüre gut gebrauchen.

Denn die von den P-Seminaristen entwickelte Führung durch die Neue Schatzkammer setzt nicht allein auf passives Zuhören, sondern stark auf Interaktion: immer wieder stellen die Oberstufenschüler den Jüngeren Fragen, beteiligen sie so selbst an der Führung. Neben der Broschüre kamen dabei auch von den Gymnasiasten entwickelte Fragekarten zum Einsatz: wie bei einer Schatzsuche bzw. einem Agenteneinsatz („Wer von euch kennt denn den berühmtesten Geheimagenten?“) dürfen sich die Kinder selbstständig im Museum auf die Suche nach den Antworten machen. Die Lösungen werden dann anschließend gemeinsam besprochen. Auf diese Weise wird (Wallfahrts-)Geschichte lebendig und bleibt im Gedächtnis.

Brücke zwischen Schule und Berufsleben

Blick in den neuen Kinderführer.
Blick in den neuen Kinderführer.

Kein Wunder, dass alle Redner – von Administrator Prälat Ludwig Limbrunner über Schulleiter Rudolf Schramm bis hin zu Projektleiter Andreas Galneder – sowohl die Einsatzbereitschaft der Schülerinnen und Schüler als auch das Endergebnis lobten. Eineinhalb ereignisreiche Jahre hatten diese sich mit dem Projekt auseinandergesetzt und so die Brücke zwischen Schule und Berufsleben geschlagen. Denn im Laufe der Arbeit waren sie mit vielen externen Fachkräften zusammengetroffen, die ihnen Orientierung und Hilfestellung bei der Umsetzung des Projekts geboten haben. Vom Ergebnis können sich alle Besucher der Neuen Schatzkammer – am besten natürlich alle Kinder – ab Februar selbst überzeugen: dann öffnet das Museum wieder, und das im „Jahr des Glaubens“ sogar bei freiem Eintritt.

Text und Fotos: Wolfgang Terhörst