Altöttinger Liebfrauenbote
Großes "Hallo" am Kapellplatz – Einzug der Passauer Jugendwallfahrt am 13. April. Zwei Pilger umarmen sich zur Begrüßung.
Großes "Hallo" am Kapellplatz – Einzug der Passauer Jugendwallfahrt am 13. April.

Passauer Jugendwallfahrt nach Altötting

"Geht doch!"

"Geht doch!" – das Motto der Passauer Jugendwallfahrt am 12. und 13. April war Programm: bereits zum 67. Mal bewiesen Tausende Pilger – beim Einzug in Altötting waren es an die 6.000 –, dass man eine über 90 km lange Strecke an zwei Tagen zu Fuß bewältigen kann.

Jugendpfarrer Wolfgang de Jong (r.) zog mit Pilgern des Bundes der Katholischen Jugend (BDKJ) ein.
Jugendpfarrer Wolfgang de Jong (r.) zog mit Pilgern des Bundes der Katholischen Jugend (BDKJ) ein.

"Geht doch", freute sich auch Kapuzinerpater und Wallfahrtskustos Br. Andreas Kaiser, als er die Pilger im Kirchenzelt neben der – wegen Renovierungsarbeiten geschlossenen – St. Anna-Basilika begrüßte; zwar war die Stimmung nicht so enthusiastisch wie sonst in der Basilika, doch weil das Wetter "mitspielte", fanden die Pilger alle Platz – im geöffneten Zelt oder auf der Wiese im Klostergarten.

"Geht doch", wiederholte schließlich auch der Passauer Jugendpfarrer Wolfgang de Jong in seiner Predigt beim Gottesdienst am 14. April. "Ja, der Glaube geht auch heute", stellte er fest, als er das Evangelium von der "Erscheinung des Auferstandenen am See" (Joh 21,1-19) auslegte. Ohne Jesus sei den Jüngern nichts gelungen und so gehe es oft auch jedem Einzelnen, wenn er "im Meer des eigenen Alltags" fische. "Von uns aus haben wir nichts, was unseren Hunger stillt", sagte Pfarrer de Jong und betonte: "Es gibt einen, der Tod in Leben verwandeln kann." Es sei "der Herr, der gibt" und die Gemeinschaft, die uns trage. "Wenn wir im Glauben zusammen sind, dann dürfen wir überzeugt sein: Er ist es, der hier in unserer Mitte gegenwärtig ist." Die Eucharistiefeier beendete die Wallfahrt. Dass es auch ein weiteres Mal "geht", können die Passauer im nächsten Jahr wieder beweisen – dann hoffentlich wieder mit mehr Begeisterung beim Empfang in der frisch renovierten Basilika.

Text: Michael Glaß, Fotos: Roswitha Dorfner 28, Michael Glaß 2

Impressionen

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Ein über 2 km langer Pilgerzug (aus Passau) zog bei Neuötting vorbei (ein zweiter Zug kam – von Osterhofen aus startend – aus Richtung Winhöring; in Altötting trafen sich die beiden Gruppen zum gemeinsamen Einzug).
Das Pilgerwetter war insgesamt recht frühlingshaft und sonnig – nur zwischendruch regnete es.
Ein junges Mädchen begrüßt auf Papas Schultern die einziehenden Pilger am Kapellplatz.
Bürgermeister Herbert Hofauer (v.l.), Bischof Wilhelm Schraml und Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl empfingen die Wallfahrer in Altötting...
... ebenso, wie die Kapuzinerbrüder Berthold Oehler (v.l.) und Andreas Kaiser (Wallfahrtskustos) sowie Kapelladministrator Prälat Ludwig Limbrunner.
Pilger mit Fahne und Kreuz.
Endlich am Ziel: Die Wallfahrer erlebten die Ankunft unterschiedlich: Gemeinsam, Arm in Arm...
...klatschend und singend...
...Hand in Hand.
Ein junges "Pilgerpaar" mit Kreuz.
Auch ältere Teilnehmer nahmen "ihr Kreuz" auf sich.
Papa und Sohn ziehen gemeinsam ein.
Die Begrüßung nach dem anstrengenden Marsch war herzlich...
Ein Pilger wird von seinen Kindern begrüßt.
Stadtpfarrer Prälat Mandl stößt mit bekannten Pilgern auf eine gelungene Wallfahrt an.
Die Basilika stand den Pilgern wegen Renovierungsarbeiten heuer leider nicht zur Verfügung,...
...doch bei geöffnetem Kirchenzelt war genügend Platz – einige ruhten sich auf der Wiese im Klostergarten St. Konrad aus.
Bischof Schraml begrüßt zwei "Nachwuchspilger".
Bischof Schraml begrüßte zwei Ministranten aus Pocking.
Pilger im Kirchenzelt.
Eucharistiefeier mit Jugendpfarrer Wolfgang de Jong bei der Vorabendmesse.
Am Abend fand am Kapellplatz die traditionelle Lichterprozession statt.