Altöttinger Liebfrauenbote

Mosaike aus der Wallfahrt

13. Rottaler Reservistenwallfahrt aus Wittibreut – Marsch für den Frieden

„In gläubiger Verbundenheit mit dem Heiligen Vater Papst Benedikt XVI.“ lautete das Motto für die 13. Rottaler Reservistenfußwallfahrt, wie die Pilgerplakette verriet. Am Samstag, 13. Oktober marschierten 70 „Pilger in Uniform“ zum Heiligtum Unserer Lieben Frau nach Altötting. „Wir haben noch nie so viel gebetet, wie bei dieser Wallfahrt“, bemerkte Pilgerleiter und Organisator Alban Friedelmeier und fügte augenzwinkernd hinzu, „das ist wohl auch der Grund für das verdiente, herrliche Pilgerwetter!“ Dass freundschaftliche Bande und Kameradschaft auch nach der Wehrdienstzeit bestehen bleiben, beweist die Tatsache, dass selbst Reservisten aus dem oberpfälzischen Deining mit Kaplan Martin Becker und aus dem mittelfränkischen Roth bei Nürnberg mit ihren Familien angereist waren, um an der mittlerweile zur schönen Tradition gewordenen Reservisten-Fußwallfahrt teilzunehmen. Nachdem Kapuzinerpater Ludwig Wörle die uniformierten Pilger herzlich willkommen hieß, feierten sie in der Gnadenkapelle einen Dankgottesdienst.

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Impressionen von der Reservisten-Wallfahrt.
Impressionen von der Reservisten-Wallfahrt.

Text und Fotos: Roswitha Dorfner

Wallfahrt der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland (kfd) – „Reißt die Fenster auf!“

Am 11. Oktober 1962, vor 50 Jahren wurde das II. Vatikanische Konzil eröffnet, Grund genug, dieses Thema in den Mittelpunkt der diesjährigen Diözesanwallfahrt am 10. und 11. Oktober 2012 nach Altötting zu stellen, befand die katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), Diözesanverband München-Freising mit Offiziator und Diözesanpräses P. Herbert Zimmermann. Beim Wortgottesdienst in der St. Anna-Basilika berichtete Johann Fellner, Dipl.Theologe und damaliger Mitarbeiter Kardinal Döpfners von seinen Erfahrungen, die er während und nach der Zeit der Sitzungsperiode machen konnte. Hauptzelebrant und Prediger Prof. em. Dr. Georg Kraus, ein weiterer Zeitzeuge des Konzils, erzählte begeistert von seinen unvergesslichen, großartigen Erlebnissen, damals als junger Theologiestudent auf dem Petersplatz. Reißen wir die Fenster weit auf, die Kirche ist kein Museum, lassen wir frische Luft herein!“, mit diesen Worten war das Konzil am 11. Oktober 1962 vom 78jährigen Papst Johannes XXIII. eröffnet worden. Die Erneuerungen, die sich daraus ergaben, sollten sich in der gesamten Kirche prägend auswirken, besonders die Stellung und Aufwertung der Laien und Frauen im kirchlichen Dienst, „Wir alle sind Kirche, wir alle haben etwas zu sagen, wir alle haben die gleiche Grundwürde!“ Alle trügen Verantwortung und Mitverantwortung für die Kirche, in den Pfarrgemeinden, Gremien und allen kirchlichen Ebenen. Da stelle sich die Frage: Ist es nötig, nach dem Konzil noch weitere Fenster zu öffnen? Der Prediger setzte auf verstärkte Laienarbeit, mehr Gleichberechtigung der Frauen, denn „Frauen geben Kirche Zukunft!“ Thema sei durchaus auch das Diakonat für Frauen. Prof. Georg Kraus fasste zusammen: Das Grundanliegen des Konzils: Wir sollten immer die Fenster des Herzens öffnen. Fest in der Treue zur Kirche „der Kirche“ stehen, in einer Gemeinschaft des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe. „Alle Mitglieder haben die Berufung am Heilsdienst mitzuwirken, die Frohbotschaft, das Evangelium Jesu Christi zu verkünden, an jedem Platz weiterzugeben!“ – Am Ende des Gottesdienstes gab Hauptzelebrant und Prediger Prof. Kraus ein Wort Papst Johannes des XXIII., des Papstes der Herzen, zum Besten, als dieser am 11. Oktober 1962 abends am Petersplatz, bei einer hellen Vollmondnacht aus dem Angelusfenster zu den Gläubigen sprach: „Schaut auf den Mond, er freut sich mit uns! Liebe Eltern, geht nach Hause, gebt Euren Kindern einen Kuss und sagt, dieser Kuss kommt vom Papa Giovanni!“

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Impressionen von der Wallfahrt der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland.
 

Text und Fotos: Roswitha Dorfner